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Ganz zuerst möchten wir darauf hinweisen, dass die Ganzjahreshaltung im Garten sehr anspruchsvoll ist. Diese Haltung sollte also nicht gewählt werden um "weniger"Arbeit zu haben. Auch bei Wind und Nässe müssen die Meeris gewissenhaft versorgt werden. Viele Meeriexperten raten von dieser Haltung ab, weil sie eben sehr viel vom Besitzer abverlangt.

Aussenhaltung darf nie heissen, einfach einen konventionellen Käfig ins Freie zu stellen, auch nicht auf den Balkon. Das wäre für die Meeris lebensgefährlich(Hitzschlag, Erfrieren).

Der Standort eines grossen Geheges sollte nahe beim Haus sein, damit Sichtkontakt besteht und er gut zugänglich ist. Die Grösse sollte  für  zwei bis höchstens vier Tiere mind.4 m2 betragen, plus Hütte ausserhalb dieser Fläche. Dieser Platz ist dringend notwendig für eine gute Strukturierung und Einrichtung. Dieses sollte auch gewährleisten dass sich die Tiere im Winter genügend bewegen, um ihre Körpertemperatur aufrecht zu halten und anderseits im Sommer genug Schattenplätze bieten.


Das Gehege muss einbruchsicher sein (Katzen, Marder, Füchse, Hunde, Greifvögel und evtl. leider auch Zweibeiner). Es muss darum nach unten gesichert sein, indem man entweder:
a) Gitter oder Platten auf der gesamten Fläche verlegt und dann darüber Erde, Häcksel oder anderes geeignetes Material verteilt,
b) Platten rundherum verlegt,
c) Gitter rundherum 50 cm flach auf dem Boden verlegt und befestigt (bspw. mit Heringen)
d) den Rändern entlang Gitter mindestens 50 cm senkrecht in den Boden eingräbt 
e) den Rändern entlang Stellriemen 50 cm senkrecht in den Boden eingräbt
Es muss nach oben gesichert sein, indem man entweder:
a) stabile Deckel anbringt (mit Gitter oder auch geschlossen. Vorsicht vor Hitzestau unter Plastikabedeckungen!)
b) ein fixes Dach montiert (bietet gleichzeitig Schutz vor Regen und macht Schatten)
c) durchgehend vergittert (vor allem bei hohen Anlagen sinnvoll)
d) bei hohen Anlagen (2m und mehr) kann es oben offen bleiben, wenn auf der Gitterkrone zusätzlich ein elektrischer Weidezaun montiert wird und wenn im Gehege genügend Bäume stehen, damit keine Raubvögel landen können.


Es muss ein genügend stabiler Stall vorhanden sein, in dem alle Tiere Platz finden und genügend Ausweichmöglichkeiten vorhanden sind. Auch mehrere kleinere Ställe versehen den Dienst ganz gut.
Die Stallwände sollten aus ca. 2cm dickem Holz bestehen - eine Isolationsschicht ist nützlich, aber nicht zwingend notwendig. Im Stall sollten kleinere Schlafabteile oder Schlafhäuschen vorhanden sein, die von den Meerschweinchen mit ihrer eigenen Körpertemperatur warmgehalten werden können. Durch die doppelte Wand (Aussenwand und Schlafhäuschenwand) entsteht eine gute Isolation. Wenn die Meerschweinchen einen grossen Auslauf (ca. 1 m2 pro Tier!) ständig zur Verfügung haben, muss der Stall nicht gross sein, er wird dann vor allem zum Schlafen genutzt. (Faustregel: 0,2 m2 pro Tier) Bei Ausläufen, die nur teilweise zur Verfügung stehen (etwa, wenn die Meeris nachts im Stall eingeschlossen werden), muss der Stall natürlich eine entsprechende Grundfläche bieten. (Faustregel: 0,5 m2 pro Tier - mehr ist immer gut!)